Das Kulinarik-Quartet

In der Tourismusforschung wird zwischen vier Typen von kulinarisch-affinen Reisenden unterschieden. Auf welche Erlebnisse legen diese vier Typen besonderen Wert und wie lassen sie sich nach Österreich locken?

Klaus Buttenhauser

9/11/20252 min read

Das weltweite Interesse an gutem Essen und besonderen Reiseerlebnissen hat den Kulinarik-Tourismus zu einem der am stärksten wachsenden Tourismustrends gemacht. Gastronomische Erlebnisse zählen dabei mittlerweile zu den Hauptmotiven bei der Wahl des Reiseziels – gleichauf mit Faktoren wie Klima oder Unterkunft. Laut einer aktuellen Umfrage der Österreich Werbung ist Kulinarik für über 50% der Gäste in Österreich ist die heimische Kulinarik ein sehr wichtiger Grund, um in Österreich Urlaub zu machen.

Kulinarik wird dabei zunehmend auch als kultureller Erlebnis verstanden – eine Küche erzählt die Geschichte eines Landes. Besonders Europa profitiert von diesem Trend: Der europäische Markt für Kulinarik-Tourismus wurde 2024 auf rund 4,56 Milliarden US-Dollar geschätzt. Bis 2034 soll er auf 28,5 Milliarden US-Dollar anwachsen – das entspricht einer jährlichen Wachstumsrate von etwa 20 %.

Die 4 Typen von Kulinarik-Touristen

Wer dieses Potenzial nutzen möchte, sollte verstehen, was kulinarisch interessierte Gäste wirklich bewegt. Die internationale Tourismusforschung unterscheidet vier zentrale Typen kulinarisch motivierter Reisender:

  • Recreational Culinary Tourist – die risikoaversen Gewohnheitsesser

  • Diversionary Culinary Tourist – die anspruchsvollen Lifestyle-Genießer

  • Existential Culinary Tourist – die produktinteressierten Foodies

  • Experimental Culinary Tourist – die genussorientierten Gourmets

Diese Segmentierung ist Gold wert – für Ihr Marketing, Ihre Angebotsgestaltung und Ihre Kommunikation. Wer weiß, wen er ansprechen will, kann Angebote gezielt entwickeln – und besser kommunizieren und verkaufen.

Österreich hat starke Karten im Kulinarik-Tourismus

Österreich bringt für diesen Trend beste Voraussetzungen mit: Eine vielfach ausgezeichnete Gastronomie und Hotellerie, hervorragende Bewertungen im Guide Michelin – und den höchsten Bio-Anteil in der europäischen Landwirtschaft und generell ein im internationalen Vergleich kleinstrukturierte, hochwertige Landwirtschaft.

Egal ob Alpenregion oder Stadtgastronomie: Wer regionale Authentizität mit kulinarischer Vielfalt verbindet, wird zur ersten Wahl für anspruchsvolle Genießer-Gäste.

Kulinarik als Reisemotiv und Erfolgsfaktor

Gastronomische Erlebnisse sind nicht mehr „nice to have“, sondern Teil des Markenkerns erfolgreicher Destinationen und Betriebe.
Wer sich früh positioniert, kommuniziert klar und bietet echten kulinarischen Mehrwert, wird belohnt: mit mehr Sichtbarkeit, höherer Wertschöpfung und treueren Gästen.

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